wemakeit – der BROT-O-TYP

Die BUCHInnovation&BROTRevolution

der BROT-O-TYP

Calling for BrotRevolution

 

Wenn Du mit einem Beitrag dabei sein willst – schon ab 4 Franken kannst Du ein MitTeiler werden. Hier kommst Du zur Webseite von wemakeit !

https://wemakeit.com/projects/der-brot-o-typ

Ein Brot – ist ein Brot – ist ein Buch!
Der Brot-O-Typ eine BuchInnovation die sich mit den Sinnen und dem Sinn verbindet.

Rettet Brot!

Ist ein Gemeinschaftswerk! Mit kreativen Ideen, Rezepten und Texten bringen wir Brot «against food waste» auf den Tisch. Kein Brot ist hart!

Mit Eurem Beitrag können die Grafiker den BrotTeig anmachen und der Buchmacher die Backstube auf Buch einheizen. Wenn wir den Start haben, kann der Teig aufgehen und durch den Vorverkauf werden wir den Rest bestimmt auch gebacken bekommen.

Als Vorbrote ist es wichtig ein BrotZeichen zu setzen. Wir alle fiebern und helfen mit. Brot teilt man mit Freunden! So lasst uns die Message in den Sozialen Medien und im LEBEN verbreiten. Calling for BROTRevolution! und für BUCHInnovationen!
wemakeit
Victorinox

Calling for BrotRevolution und Buchinnovation
Sei ein Teil der Bewegung!
In dem Du es teilst – mitteilst und mitmachst! 
Mit Dir bekommen wir das Buchprojekt gebacken!

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glücksbrot – magic bread

Gemeinsam bekommen wir es gebacken.

Wenn wir uns als ein kleines Stück Sauerteig betrachten, dazu ausersehen und bereit, der ganzen Menschheit Gutes zu tun, im Dienste aller Seelen zu wirken

 

Eigenbrötler aus Überzeugung

Eigenbrötler aus Überzeugung

Er heisst nicht nur so, er ist auch einer: Daniel Amrein backt als Eigenbrötler seine ganz eigenen Brötchen.

 

Text: Kathia Baltisberger

NOMEN EST OMEN.

Daniel Amrein. Seit rund zehn Jahren trägt er den Namen Eigenbrötler, ein Eigenbrötler ist er aber eigentlich schon sein Leben lang. «Ich bin schon ein komischer Kauz», sagt der 54-Jährige über sich selbst. Unangepasst. Eigenwillig. Manchmal dickköpfig. Immer kompromisslos.

SONDERLING MIT ZWIRBELBART. Als er 1991 die Bäckerei des Vaters übernahm, krempelte er bald alles um. Denn der klassische Dorfbeck war er nicht, wollte er auch nicht sein. Er wollte viel lieber Bio-Produkte anbieten, keine Fertigmischungen, das Handwerk pflegen. «Die Dorfbevölkerung hatte deshalb Mühe mit mir. Die Menschen beschwerten sich bei meinem Vater über mich.» Hinzu kamen noch die langen Haare und der gezwirbelte Kinnbart – ein No-Go im Luzerner Hinterland. Doch Amrein stört das nicht. «Ich habe immer alles so durchgezogen, wie ich das wollte.» 

 

Während die Wauwiler lieber ihr gewöhnliches Pfünderli essen, stösst Amrein in der Stadt auf offene Mäuler. «Die Städter bevorzugen ein Spitzenprodukt. Sie setzen auf Nachhaltigkeit und wollen die Geschichte hinter dem Brot.» Bis zu 2000 Brote verkauft er an einem Samstag auf dem Markt. «Da geht dann schon die Post ab!» Doch der Rummel um seine Person wird ihm manchmal auch zu viel. «Ich habe diese Aufmerksamkeit nie gesucht.» Und trotzdem ist er stolz, dass die Leute teilweise süchtig sind nach seinem Brot. «Ich habe einen Kunden, der geht jetzt nach Frankreich in die Ferien. Dem musste ich Roggenbrot für vier Wochen vakuumieren!»

Backe, backe Brote: Immer am Mittwoch backt der Eigenbrötler für die Gastronomen

 

 

DER BECK DER STARCHEFS. Der Markt ist zwar Amreins Kerngeschäft, doch auch Spitzengastronomen haben den Eigenbrötler für sich entdeckt. Er produziert unter anderem Brot für Nenad Mlinarevic im Park Hotel Vitznau oder für Raphael Tuor im Restaurant Reussbad in Luzern.: «Ich suche mir meine Kunden aus, ich will wissen, wo mein Brot hingeht. Und wenn mich jemand nervt oder wir nicht auf der selben Wellenlänge sind, mache ich keine Geschäfte.» Punkt.

Eigenbrötler Brot Bäckerei Markt Luzern
Unangepasst. Eigenwillig. Manchmal dickköpfig. Immer kompromisslos: der Eigenbrötler auf seinem Töff.

 

Simon Wöckl – Slow Food

Simon Wöckl

Einen großen Teil meiner Leidenschaft widme ich der Almwirtschaft. Ich bewirtschafte von Juni bis Oktober gemeinsam mit meiner Partnerin seit 4 Jahren eine Hochalm in den Südtiroler Dolomiten und bin dort als Senner und Almwirt tätig. Für Brot & Gebäck der Fojedöra Hochalm, verwenden wir Südtiroler Getreide, vermahlen es auf der alten Hofmühle und backen daraus Brote in Anlehnung an die alpine Brotkultur.

Die Zeit in Wien nütze ich, um mich fortlaufend weiterzubilden. Durch mein Studium der Nutztierwissenschaften auf der Universität für Bodenkultur in Wien ist es mir möglich, ein tieferes Verständnis für die Landwirtschaft, für die Lebensmittelherstellung und für die faszinierenden Vorgänge während der natürlichen Fermentation zu erhalten.

Als Brotbäcker bin ich für Kruste&Krume tätig. Gemeinsam mit Barbara van Melle, Journalistin und Brotbuchautorin, betreibe ich in Wien die Brotbackschule Kruste&Krume und die Kruste&Krume Mehlgreisslerei und bin Mitveranstalter des jährlichen Kruste&Krume Brotfestivals. In den von uns in Wien gehaltenen Kursen lehren wir Privatpersonen, KöchInen und auch BäckerInnen den richtigen Umgang mit Sauerteigen und Vorteigen, die Bedeutung der Zeit beim Backen von Brot und warum Zeit eine der wichtigsten Zutaten für gutes Brot und Gebäck ist.
Neben diesen Tätigkeiten berate ich auch Bäcker in ganz Österreich, die ihren Betrieb umstellen und weg vom industriellen Einheitsbrot und den Fertigmischungen, hin zu Handwerk, regionalen Rohstoffen und Qualität wollen.

Ich habe mein Handwerk in der Hofbäckerei Resch in Oberösterreich erlernt, bin Bundessieger der Bäckerjugend geworden und habe erfolgreich an vielen internationalen Wettbewerben teilgenommen. Meine Wanderjahre als Bäckermeister führten mich in Backstuben Italiens und in den hohen Norden nach Island. In Rekjavik habe ich mit einem internationalen Team in einer französisch geführten Bäckerei gearbeitet.

Durch meine sehr breite Ausbildung habe ich mir ein vernetztes Wissen über die Fermentation von Lebensmitteln und deren Wert in der heutigen Zeit erarbeiten können. Ich liebe es, die Faszination des Bäckerhandwerks, der Milchverarbeitung und der Landwirtschaft in Vorträgen, Kursen und Beratungen weiterzugeben und mit meinem Wissen und meiner Leidenschaft einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Sortenvielfalt, der Handwerks- und Ernährungskultur sowie der regionalen Landwirtschaft leisten zu können.

Salz & Pfeffer | Das Magazin der Gastronomie

 

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Piroska Szönyes Kochbücher sind Kunst- und Nachschlagewerk zugleich. Jetzt hat die Bündner Künstlerin die Arbeit an ihrem neuen Rezeptbuch Brot-O-Typ aufgenommen.

«Ich stelle mir ein Buch vor, das sich teilen lässt wie Brot, von dem der Leser ein Stück abbrechen und weitergeben kann.»

Da sage noch einer, Kunst sei brotlos: Piroska Szönyes neuestes Oeuvre widmet sich nicht nur inhaltlich unserem Grundnahrungsmittel Nummer eins, es kommt sogar als Sauerteiglaib daher. Es heisst Brot-O-Typ und verwischt einmal mehr die Grenzen zwischen Kunst- und kulinarischem Nachschlagewerk. Damit wandelt Brot-O-Typ auf den Spuren von Heidi & Friends, der ersten Buchpublikation der Churer Künstlerin, einem Sammelsurium mit kulinarischen Geschichten, Kindheitserinnerungen und Rezepten aus ihrer Bündner Heimat. Szönyes Erstlingswerk als Kochbuch zu bezeichnen, wäre stark untertrieben, denn nebst einigen Dutzend Rezepten wartete es auch mit allerlei handfesten Überraschungen auf, darunter Blumensamen, Zahnstocher, Zuckertütchen und Fotografien zum Herausnehmen, mit handgeschriebenen Briefe vom Alpöhi oder einem Buchzeichen aus Trockenfleisch, zum Beispiel.

Als Schatztruhe, die aus allen Nähten platzt, wird auch Brot-O-Typ daherkommen, das Koch- und Geschichtenbuch rund ums Brot, an dem die Künstlerin derzeit arbeitet. Es soll noch ausgefallener werden als sein Vorgänger. Allein mit dem Buchdeckel, bestehend aus ausgehöhltem, getrockneten Sauerteigbrot, hat Szönye die Grenzen des Möglichen ausgelotet. Die Finanzierung des Werks, das im Herbst erscheinen soll, sei auf gutem Weg, aber noch nicht in trockenen Tüchern, sagt Szönye. Ein Crowdfunding, das nächsten Monat startet, soll der Produktion zusätzlich unter die Arme greifen.

Warum sie ihr neustes Werk Brot widmet? «Brot ist ein Stück Heimat. Brot teilt man mit Freunden. Brot bedeutet Glück», sagt Piroska Szönye.

An gewichtigen Fürsprechern mangelt es der Künstlerin glücklicherweise nicht, und so ist Brot-O-Typ kein Eigenbrötler-Opus, sondern ein Gemeinschaftswerk, zu dem einige der besten Bäcker und Küchenchefs beisteuern. So geben etwa Andreas Caminada (Schloss Schauenstein, Fürstenau), Rolf Fliegauf (Ecco, Ascona), Rolf Caviezel (Freestylecooking, Grenchen) oder Siggi Tschurtschenthaler (Adler, Fläsch) ihre Lieblingsrezepte mit Brotresten preis, weitere Koch- und Backanleitungen gibts unter anderem von der Schweizer Armee, John Baker in Zürich, den Eigenbrötler Backwerken aus Wauwil oder von der Dampfbäckerei im österreichischen Gaubitsch. In der Summe erwarten den Leser rund 100 Rezepte für und mit Brot, gedruckt und teils handgeschrieben auf Brotpackpapier, Wissenswertes aus der Backpraxis und allerlei Geschichten zu unserem täglich Brot. «Natürlich», verspricht Szönye, «wird das Buch auch wieder mit ein paar Überraschungen aufwarten.» Mit einem kleinen Messer als Buchzeichen zum Beispiel, einem Brotsack aus Leinen, einer Fertigmischung für ein «Notbrötchen» oder der Backanleitung für den Buchdeckel aus Sauerteig, sollte dieser irgendwann doch zerbröseln. «Bis jetzt ist vieles angedacht und noch nicht entschieden», sagt Szönye, «und verraten möchte ich nicht zu viel.» Zurzeit tüftle sie mit ihren Grafikern an einer besonderen Idee, die sie weiterverfolgen wolle, so die Künstlerin: «Ich stelle mir ein Buch vor, das sich teilen lässt wie Brot, von dem der Leser ein Stück abbrechen und weitergeben kann, wann immer er möchte.»

Erscheinen soll Brot-O-Typ mit einer Auflage von 1111 Büchern à 170 Franken pro Stück. «Bestellungen sind ab sofort möglich, und jeder einbezahlte Franken fliesst in die Produktion», sagt Szönye. «Ohne die vielen Menschen, die an mich glauben, wäre das Buch nicht möglich, denn ich gehe jedes Werk mit Budget null an.» Zurzeit arbeiteten alle am Buch Beteiligten ohne Entgelt, aber dafür mit viel Herzblut, sagt die Künstlerin: «Uns alle eint das Engagement fürs Gute, wie es das Brot verkörpert: Brot ist ein Stück Heimat, Kultur und Tradition. Brot teilt man mit Freunden. Brot ist Leidenschaft und Liebe. Brot bedeutet Glück.»